Umweltbaustellen

Bei einer Umweltbaustelle handelt es sich um eine freiwillige Arbeitswoche für Jugendliche aus ganz Europa. Seit 2004 organisiert HALM Umweltbaustellen in enger Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Alpenverein und der Naturschutzabteilung des Landes Salzburg. Bei einer Umweltbaustelle werden vor allem diverse arbeitsaufwändige (Erst-) pflegemaßnahmen in wertvollen Biotopen durchgeführt, wobei neben schweißtreibender Arbeit für Natur- und Artenschutz auch Spaß und Spiel nicht zu kurz kommen.


 

Umweltbaustelle 2004 in den Langwiesen (Großgmain)

Bei den Langwiesen handelt es sich um artenreiche Streuwiesen, in denen u.a. Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe), Sumpf-Siegwurz (Gladiolus palustris) und Bergeidechse (Lacerta vivipara) nachgewiesen sind. Da die ehemalige Nutzung zur Streugewinnung vor längerer Zeit aufgeben wurde, wurden die etwa 5 ha großen Flächen unter Mithilfe von zehn jungen Freiwilligen aus Indien, Schottland, der Ukraine und Österreich gemäht und entbuscht. Die Wiesen werden derzeit wieder vom Grundbesitzer extensiv bewirtschaftet.

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Umweltbaustelle 2006 am Gaisberg (Stadt Salzburg)

Am Gaisberg in der Stadt Salzburg befindet sich die artenreiche Zistel-Wiese, in die der Adlerfarn (Pteridium aquilinum) großflächig eingedrungen war. Die durch mangelnde Pflege heute vielerorts auf Almböden und Magerrasen überhand nehmende Pflanze raubt der vielfältigen und seltenen Flora das Licht. Zehn tatkräftige Jugendliche schwächten den Adlerfarn durch Mahd und entfernten auf bereits teilweise verbuschten Magerwiesen Bäume und Sträucher.

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Umweltbaustelle 2007 im Adneter Moos (Adnet)

Im Südteil des geschützten Landschaftsteils Adneter Moos liegt ein 7.000 m² großes Hangquellmoor, das nicht mehr bewirtschaftet wurde und von Schilf und aufkommenden Fichten bedroht war. Elf Jugendliche aus Deutschland, der Ukraine und Österreich mähten und entbuschten mit viel Einsatz diesen besonderen Lebensraum, der beispielsweise den Langblättrigen Sonnentau (Drosera anglica) beherbergt.

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Umweltbaustelle 2008 im Natur- und Europaschutzgebiet Wenger Moor (Köstendorf)

Die Teilnehmer aus Polen und Österreich verrichteten viele unterschiedliche Tätigkeiten. So wurde Astwerk auf einer Rodungsfläche am Wallersee entfernt, um die Wiederbewaldung mit Laubbaumarten zu begünstigen. Weiters wurden Müll gesammelt, das Drüsen-Springkraut (Impatiens glandulifera) bekämpft, eine Streuwiese, auf der die gefährdete Feuerlilie (Lilium bulbiferum) vorkommt, gemäht und Altbäume mit einem Anstrich aus Leim und Sand vor Biberverbiss geschützt.

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Umweltbaustelle 2013 im Natur- und Europaschutzgebiet Wenger Moor (Köstendorf)

Am Nordufer des Wallersees liegt im Naturschutzgebiet „Wallersee-Wenger Moor“ das namensgebende Moor, das von elf einsatzfreudigen Jugendlichen aus Deutschland, Slowenien und Österreich auf einer Teilfläche vom aufkommenden Jungholz befreit wurde. Weiters wurden am angrenzenden Eisbach das neophytische Drüsen-Springkraut (Impatiens glandulifera) bekämpft und wertvolle alte Eichen entlang des Eisbachs und Wallerbachs mit einem Schutzmittel vor Biberverbiss geschützt.

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Umweltbaustelle 2014

Bei dieser Umweltbaustelle wurden primär Erstpflegemaßnahmen bei zwei verbrachten Kalk-Hangmooren im Tal der Fuschler Ache in Hof bei Salzburg durchgeführt. Weiters wurden das Drüsen-Springkraut (Impatiens glandulifera) im Europaschutzgebiet „Wenger Moor“ bekämpft sowie am Ufer des Hintersees Schwemmgut aus der von HALM bewirtschafteten Iris-Wiese entfernt.

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Umweltbaustelle 2015

Wie auch bereits im Vorjahr, wurden bei dieser Umweltbaustelle Erstpflegemaßnahmen bei verbrachten Kalk-Hangmooren im Tal der Fuschler Ache in Hof bei Salzburg durchgeführt, um wieder eine für den Grundbesitzer bewirtschaftbare Fläche herzustellen. An weiteren Aktionen wurden das Drüsen-Springkraut (Impatiens glandulifera) im Europaschutzgebiet „Wenger Moor“ bekämpft sowie am Ufer des Hintersees Schwemmgut aus der von HALM bewirtschafteten Iris-Wiese entfernt.

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Umweltbaustelle 2016

Auf der Umweltbaustelle 2016 wurden im Großraum Adnet schwer zu bewirtschaftende Gräben und Hangflächen gemäht und die aufkommenden Gehölze zurückgeschnitten. Außerdem widmeten sich die Teilnehmer der Bekämpfung invasiver Neophyten, v.a. Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), Japan-Staudenknöterich (Fallopia japonica) und Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera). Dadurch wurde ein aktiver Beitrag zum Erhalt extensiv bewirtschafteter Lebensräume und der heimischen Artenvielfalt geleistet.

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